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TEX-NET Das XING Netzwerk der textilen Studiengänge

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- das Alumninetzwerk der textilen Studiengänge der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Erfolgsgeschichten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Gerti Stegmann
Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
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René Bethmann
Fakultät Engineering
Alumni
Erfolgsgeschichten
Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
Gerti Stegmann
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass. Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
TEXTextil- und Bekleidungstechnologie
TEX-NET Das XING Netzwerk der textilen Studiengänge
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
Erfolgsgeschichten Portraits ehemaliger Studenten
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Erfolgsgeschichten
Gerti Stegmann
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
TEXTextil- und Bekleidungstechnologie
Erfolgsgeschichten Portraits ehemaliger Studenten
TEX-NET Das XING Netzwerk der textilen Studiengänge
Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
Impressum Kontakt
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
Fakultät Engineering
Erfolgsgeschichten
Gerti Stegmann
Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
TEX-NET Das XING Netzwerk der textilen Studiengänge
TEXTextil- und Bekleidungstechnologie
Alumni
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
Erfolgsgeschichten Portraits ehemaliger Studenten
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Fakultät Engineering
Erfolgsgeschichten
Gerti Stegmann
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
TEXTextil- und Bekleidungstechnologie
Alumni
TEX-NET Das XING Netzwerk der textilen Studiengänge
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
Erfolgsgeschichten Portraits ehemaliger Studenten
Impressum Kontakt
Fakultät Engineering
Erfolgsgeschichten
Gerti Stegmann
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
TEXTextil- und Bekleidungstechnologie
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Erfolgsgeschichten Portraits ehemaliger Studenten
Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
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Fakultät Engineering
Erfolgsgeschichten
Geboren: 1961 Bekleidungstechnik Studium (1985-1990) Derzeitige Position: Leitung textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologie bei Bauerfeind
Gerti Stegmann
Sie sind Studierender, Absolvent, Freund oder Förderer der textilen Studiengänge (BKT, BT, BK, TT, MKT, TBM, TEX) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen? Sie wollen in Kontakt bleiben und die Verbindung zur Hochschule beibehalten oder wiederherstellen? Dann bauen Sie Ihr Netzwerk aus und werden Sie Teil unserer Gruppe auf XING! Ihre Ansprechpartnerin Prof. Manuela Bräuning E-Mail: braeuning@hs-albsig.de Klicken Sie einfach hier um unserer Gruppe beizutreten
Portraits ehemaliger Studierender der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Da ich in Balingen aufgewachsen bin gab es immer eine textile Affinität: Ferienarbeit bei BALTRIK, Balingen, die Schwäbische Alb mit kleinen und noch kleineren Strickereien und Lohnnähereien in jeder Garage und sicher ein grundsätzliches Interesse an alle textilen Themen. In Sigmaringen hat ein guter Freund das Studium BKT aufgenommen, mich auf einen Besuch eingeladen und damit war meine Entscheidung klar. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Ich habe das Krankenhaus in Sigmaringen mit der FH verwechselt, und war dann etwas erstaunt über die provisorisch wirkenden Gebäude. Die Studienatmosphäre war intim und hatte starken Schulcharakter: Klassenverband, Sitzordnungen und lehrerhaft agierende Dozenten. Das fand ich aber eher lustig und hat mich nicht wirklich gestört, es war klar, dass ein Studium im ländlichen Sigmaringen genau so sein würde. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Gründliche Vermittlung einer soliden Wissenbasis, keine intellektuellen Highlights. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Klassisches BKT, meine Schwerpunkt war Produktionssteuerung und Planung. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Beste Erfahrung: sehr wenig Ablenkungsmöglichkeiten, Fokus auf das Studium Weniger gute Erfahrung: dito Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Ja. Meine erste berufliche Position war der logische Anschluss an mein Studium: Produktionsplanung und Steuerung in einem großen DOB Unternehmen. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Mein Studiengang BKT war nicht breit aufgestellt. Wenn dies heute anders ist, mag dies ein Vorteil sein. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Eigentlich immer im textilen Umfeld. Über die Produktion ins Produktmanagement und heute in der Entwicklung. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Klassische Bekleidung, Berufsbekleidung, PPS und heute textile medizinische Hilfsmittel mit einem starken Fokus auf der Entwicklung textiler Flächen und den entsprechenden Technologien. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Unbedingt, die solide Vermittlung von Basiswissen hat mich während der gesamten Zeit begleitet und war von Nutzen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Wir arbeiten in ausgeprägten Projektstrukturen. Mit meinem Team unterstützen wir die unterschiedlichen Bereiche der Phlebologie und Orthopödie . Dazu kommen noch Forschungsthemen mit textilem Charakter. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Ein möglichst breit aufgestellter BewerberIN: gute fachliche Basis, ev. bereits vorhandene praktische Kenntnisse, Neugier auf unsere Produkte Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Vermutlich würde ich mich auf technische Textilien spezialisieren.
Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Während der Schulzeit wollte ich immer Architektur studieren oder „irgendwas mit Mode“ machen. Also etwas kreatives, das aber auch einen technischen Schwerpunkt hat. Da Architektur u. Schneider/Design aber überlaufen sind habe ich mir im BIZ einen Termin geben lassen und mir wurde der Studiengang Bekleidungstechnik empfohlen. Albstadt als Standort habe ich vorrangig wegen der Nähe zu meinem Heimatort (komme aus der Nähe von Stuttgart) gewählt, aber auch wegen des guten Rufs. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr… die Atmosphäre hab ich aber als gut empfunden. In der Anfangsphase genauso wie durch das gesamte Studium hindurch. Vor allem gut fand ich dass die Hochschule nicht zu gross ist und so ein stärkeres Miteinander herrscht. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Spannend und umfangreich, da viele Themengebiete abgedeckt werden und man vor allem einen guten gesamtübergreifenden Blick in die Textil- u. Bekleidungsindustrie erhält. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Typisch waren Bekleidungskonstruktion, Maschinenlehre, Textile Werkstoffe/Textilchemie und Verarbeitungstechnik, aber auch betriebswirtschaftliches wie Marketing u. Management. Als Schwerpunkt habe ich Stricktechnik gewählt. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten Erfahrungen gehört mein Auslandssemester in Kapstadt, das mir über die Hochschule ermöglicht wurde und mein Semester an sich, weil sich alle gut verstanden haben und ich auf die Hilfe meiner Mitstudenten zählen konnte. Aber auch dass aufgrund der recht kleinen Stadt auch ausserhalb der Vorlesung viel mit einandern unternommen wurde. Ausserdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen viel Raum für praktische Erfahrung. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Aufgrund des breiten Spektrums konnte ich mir während des Studiums auch mehrere Richtungen im Beruf vorstellen (Konstruktion / Verarbeitung aber auch Textilchemie oder sogar Produktionsbetreuung/-management. Das bietet später natürlich auch mehr Möglichkeiten. Wichtiger für meine Entscheidungen zur heutigen Position waren aber vor allem auch das Praxissemester und die ersten Jahre im Beruf, da der Arbeitsalltag in einem bestimmten Bereich doch etwas anders läuft als die Theorie u. Praxis in der Vorlesung. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Ich finde im grossen und ganzen ja, weil man in viele doch sehr unterschiedliche Bereiche schauen kann und somit auch mehr Möglichkeiten u. Chancen im Berufleben. Allerdings könnte auch einigen Absolventen die Wahl des konkreten Bereichs für einen Berufseinstieg schwer fallen. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Mein Praxissemester habe ich in einem kleineren Betrieb im Produktionsmanagement gemacht und da es mir sehr gut gefallen hat habe ich mich nach dem Studium zunächst auch in dem Bereich beworben und einige Jahre als Produktionsplaner in einem grösseren Unternehmen gearbeitet - mit späterer Zusatzqualifikation als SAP-KeyUser (Schnittstelle zwischen meinem Team und den Kollegen der IT). Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich doch mehr am Entwicklunsprozess der Produkte beteilig sein möchte und firmenintern auf meine heutige Stelle wechseln können. Aufgrund meiner vorher aufgebauten SAP-Erfahrung als eine Kombistelle bestehend aus Modellmacher (Schnittentwicklung) und Stücklisten-Support (Freigabe u. Überarbeitung). Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Zusammenhänge bestehen vor allem bei der Schnittentwicklung, da ich auf die Konstruktionsunterlagen zurückgreifen kann und die Schnitte ebenfalls über Lectra Modaris erstellt werden. Aber auch die Verarbeitungskenntnisse kann ich anwenden. Das betrifft auch die Stücklisten-Tätigkeit. Als Produktionsplaner und KeyUser habe ich nur indirekt auf Studieninhalte zurückgreifen können. Das erhaltene Hintergrundwissen über die gesamte Textilbranche war aber sehr hilfreich. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer Position aus? Als Modellmacher: Hier erhalte ich eine Skizze, bespreche Sie mit dem zugehörigen Designer. Erstelle den Schnitt oder modifiziere bereits bestehende. Nehme an Prototypen-, Kollektions- oder weiterenPassformanproben teil um die Passform zu überprüfen und den Schnitt daraufhin anzupassen. Dabei erarbeite ich mit der Technik auch neue Verarbeitungsweisen. Als Stücklisten-Support: Überprüfe ich die Stücklisten auf Plausibilität (Oberstoffe, Futter, Anzahl Knöpfe, RVs) und füge Standardzutaten (Folien, Bügel, Etiketten, Garne, etc…) hinzu. Dabei übernehme ich die komplette Coleurung der Garne und technischen Zutaten. Aber auch die Verbrauchskalkulation wird von mir angestossen und überwacht. Beides streckt sich in den einzelnen Tätigkeiten über mehrere Tage oder sogar Wochen, da parallel an mehreren Saisons gearbeitet wird und zum Teil andere Prozesse abgeschlossen werden müssen damit ich weiterarbeiten kann. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Für den Einstieg in ein Unternehmen finde ich die Abschlussarbeit oder ein zusätzliches Praktikum sehr hilfreich, da das Unternehmen den Absolventen und dessen Arbeitsweise bereits kennenlernt. Da das Studium viel umfasst rate ich Absolventen ohne Berufserfahrung bei dem Ziel als Modellmacher tätig zu sein zunächst zu einer Assistenzstelle und in der Bewerbung die in Albstadt-Sigmaringen erhaltenen guten praktischen Näh- u. Schnittkenntnisse herauszuarbeiten. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Definitiv – sowohl der Studiengang, als auch die Arbeit in der Bekleidungsbranche waren die richtige Wahl und machten/machen mir viel Spass.
René Bethmann
Geboren: 1980 Bekleidungstechnik Studium (2003 – 2007) Jahr der Immatrikulation Derzeitige Position: Innovation Manager bei der Firma VAUDE Sport GmbH & Co. KG Gehen wir zum Beginn Ihrer Laufbahn zurück: Wie kamen Sie nach der Schulzeit dazu, einen technischen Studiengang wie Textil- und Bekleidungstechnologie (Bekleidungstechnik) zu studieren? Warum haben Sie sich letztendlich für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entschieden? Schon damals habe ich mich durch meine sportlichen Aktivitäten für Bekleidung interessiert und mit Freunden zusammen erste T-Shirts bedrucken lassen. Das breite Feld und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben mich gereizt, hier weiter in die Tiefe zu gehen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Hochschule Albstadt – Sigmaringen? Wie war die Studienatmosphäre? Als einer der ersten Berliner in Albstadt war die ersten Tage natürlich eine ziemliche Umstellung, besonders von der Gegend her. Doch nach kurzer Zeit wurde man schnell in die studentische Gemeinschaft aufgenommen, so dass ich meine Studienzeit mit vielen guten Erinnerungen verknüpfe. Wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben? Sehr anwendungstechnisch orientiert. Es wurde einem quasi ein Überblick über die gesamte textile Bekleidungskette gegeben mit dem Fokus auf die Schnitterstellung und Konfektion. Besonders die sehr gute Betreuung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter möchte ich hier hervorheben. Was waren die Studieninhalte und typische Vorlesungsfächer? Welche Schwerpunkte konnten Sie wählen? Angefangen von naturwissenschaftlichen Fächer, wie Mathematik und Chemie, ersteckten sich die Fächer über Textile Warenkunde, Textilmaschinenkunde, Flächenherstellungsprozess, Ausrüstungen, Textilprüfungen, Design, Schnittherstellung, Konfektion (Nähen und Stricken) bis hin zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Damals konnte man die Schwerpunkte auf das Stricken oder Hosenkonfektion legen. Was waren Ihre besten und vielleicht weniger guten Erfahrungen? Zu den besten gehört nach wie vor das gute Teamwork innerhalb des Semesters. Weniger gut würde ich das strickte Vorgehen nach Standards bezeichnen. Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wurden ziemlich eingeschränkt, da der Fokus klar auf die Modeindustrie gesetzt war. Haben Sie im Laufe Ihres Studiums herausgefunden in welche berufliche Richtung Sie später gehen werden? Das kam besonders durch die Praktika zustande, schon im ersten Praxissemester habe ich klar gesehen, dass meine Stärken in der textilen Fläche liegen. Das 2. Praxissemester hat mir dann nach nur kurzer Zeit den Jobeinstieg ermöglicht. Sogar während des Studiums. Ist die breite Aufstellung des Studiengangs ein großer Vorteil für die Studierende und Absolventen? Die damalige Lehre bezog sich auf eine Industrie, die so nicht mehr in Deutschland vorhanden war. Das Kernthema industrielle Konfektion beispielsweise, ist in Deutschland quasi nicht mehr vorhanden. Allerdings hat man einen Überblick in die gesamte textile Wertschöpfungskette erhalten. Heutzutage werden jedoch vermehrt Spezialisten gesucht, daher ist die aktuelle Ausrichtung der Hochschule mit ihrem neuen Studienangebot zeitgemäßer als zu meiner Zeit. Wie ging es anschließend mit Ihrer beruflichen Entwicklung weiter? Während meines 2. Praxissemester habe ich nach nur 3 Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Firma, die im Tessin ansässig ist, bekommen. Für meine restliche Studienzeit habe ich von der Firma ein Stipendium bekommen und war auch während der Studienzeit für die Firma tätig. Als R&D Engnieer war ich verantwortlich für technische Produktentwicklungen vom Design bis hin zur Realisierung der Prototypen, sowie die Materialentwicklung und –prüfung. Von der Firma habe ich viel Vertrauen und Freiheit bekommen, um meine Arbeit bestmöglich bewerkstelligen zu können. Zuletzt habe ich dort als Product Development Manager neben der Materialentwicklung die Produktentwicklung koordiniert. Nach mehreren Jahren habe ich ein Angebot von einem Sportartikelhersteller in Norwegen bekommen. Die Vermittlung lief übrigens über einen Professor der Hochschule. Hier war der Fokus mehr auf die Materialentwicklung. Irgendwann hat es mich wieder zurück nach Deutschland gezogen, wo ich ein Angebot der bei der Firma VAUDE als Leiter des Material-Teams angenommen habe. Nach 6-monatiger Vaterschaftszeit halte ich nun die Stelle als Innovation Manager inne und bin für vorgelagerte Entwicklungsprojekte verantwortlich. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie Dinge aus Ihrem Studium nutzen? Ehrlich gesagt hat mir das breite Wissen schon geholfen, jedoch muss ich auch sagen, dass die Arbeitserfahrung mich viel weiter gebracht hat. Besonders die Aufenthalte im Ausland war sehr lehrreich. Was wären gute Einstiegswege bzw. Bewerbungstipps für einen guten Berufseinstieg in Ihrer Branche? Auf jeden Fall eine Fokussierung auf einen bestimmten Bereich. Zudem kann ich nur jedem Studenten empfehlen, eine Auslandserfahrung zu machen. Besonders im asiatischen Raum. Die Bewerbungschancen steigen dadurch signifikant. Würden Sie sich rückblickend noch einmal für den Studiengang sowie Ihren Berufsweg entscheiden? Für das Studium was ich damals studiert habe, würde ich mich nicht noch einmal entscheiden. Die aktuellen Studienangebote an der Hochschule finde ich interessanter und zukunftsträchtiger. Wir möchten das Alumni Netzwerk auf Xing optimieren. Gibt es konkrete Anforderungen, die Sie an ein Alumni Netzwerk stellen? Statt Xing würde ich linkedin nehmen. Xing ist nicht wirklich international, linkedin hingegen schon. Eine Internationalität ist wichtig. Besonders die englische Sprache in unserer Branche. Haben Sie einen Master in Textil- und Bekleidungsmanagement in Albstadt absolviert? Falls ja, wieso haben Sie sich dazu entschieden? Was sind hier die Vorlesungsinhalte im Vergleich zum Bachelorstudium und auf welche Aufgabenfelder wird man vorbereitet? Da ich einen Diplom-Studiengang absolviert und sofort einen Jobeinstieg hatte, kam der Master für mich nicht in Frage.
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Tobias Hegen
Geboren: 1987 Bekleidungstechnik Studium (2007 – 2010) Derzeitige Position: Modellmacher und Stücklisten-Support
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